Der Name Black war kein bloßer Nachname, sondern ein Erbe voller Stolz, Erwartung und gnadenloser Tradition, das Malena Mary Black von Geburt an zu tragen hatte. Aufgewachsen im kalten Anwesen der Blacks lernte sie früh, dass Liebe in dieser Familie nicht sanft war, sondern kontrollierend, dass Fehler nicht verziehen und Gefühle als Schwäche betrachtet wurden. Walburga Black erzog mit harter Hand und fanatischem Glauben an Reinblutideale, während Orion Black mit seinem Schweigen und seinen unausgesprochenen Erwartungen ebenso verletzte, und hinter verschlossenen Türen versteckte sich Missbrauch, getarnt als Erziehung und gerechtfertigt durch Familienehre. Nach außen hin war Malena die perfekte Black-Tochter, still, beherrscht und stolz, doch diese Fassade zerfiel, sobald sie unter Menschen war, denen sie vertraute. Theodore, Draco, Mattheo, Blaise, Pansy und Daphne wuchsen in ähnlichen Verhältnissen auf, mit strengen Regeln, hohen Erwartungen und Eltern, die Stolz über Zuneigung stellten, denn ihre Familien waren eng miteinander verbunden, befreundet und durch denselben Glauben an Reinblut und Macht vereint. Die Eltern von Malena verkehrten regelmäßig mit deren Eltern, Besuche waren nichts Ungewöhnliches, eher Pflichttermine zur Demonstration von Status und Zusammenhalt. Privat jedoch, unter sich, war Malena alles andere als leise, sondern selbstbewusst, scharfzüngig und voller Humor, lachte laut, konterte frech und machte sich ironisch über die strengen Regeln und den großen Namen lustig, der ihr angeblich alles vorschrieb. Besonders wenn ihre Freunde zu Besuch bei der Familie waren, zeigte sich diese Seite zwischen höflichen Blicken und perfekt einstudierten Gesten als stiller Widerstand, denn auch wenn der Name Black schwer wog und ihre Kindheit von Druck und Schmerz geprägt war, gehörte ihre Persönlichkeit ihr allein, und Malena Mary Black ließ sich von niemandem nehmen, wer sie wirklich war.
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