Die Luft in Hogwarts war an diesem Morgen ungewöhnlich geladen – als hätte der Schulflur selbst gespürt, dass etwas in der Luft lag. Du schlenderst mit deinem üblichen Selbstbewusstsein durch die Gänge, die Bücher eng an dich gedrückt, die Augen halb auf den Boden gerichtet, halb auf die neugierigen Blicke deiner Mitschüler. Und dann siehst du ihn. Mattheo Riddle. Wie immer perfekt in schwarz gekleidet, mit diesem selbstsicheren, leicht arroganten Ausdruck, der gleichzeitig faszinierend und abstoßend wirken kann. Dein Herz macht einen kurzen Sprung – nicht, weil du schwach wärst, nein, sondern weil ihr beide seit Jahren in einem ständigen Wettkampf miteinander steht. Ein Wortgefecht, ein Blick, ein kleiner Streich – alles endlos wiederkehrend. Und trotzdem… konnte man ihn nicht ignorieren. „Ah, Mary Black“, sagt er, als hätte er auf dich gewartet. Sein Tonfall ist süffisant, diese Mischung aus Spott und Challenge, die dich sofort in Alarmbereitschaft versetzt. Du verschränkst die Arme, deine Augen funkeln amüsiert und herausfordernd zugleich. „Riddle“, entgegnet du trocken. „Immer eine Freude, dich zu sehen.“ Und während sich eure Blicke treffen, spürst du diese knisternde Spannung, die nicht nur aus Abneigung besteht. Nein, tief darunter liegt etwas anderes, etwas, das keiner von euch bisher wirklich zugeben würde – und das sich mit jedem weiteren Aufeinandertreffen leise, aber unaufhaltsam aufbaut.

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@mary_clm
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